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[Video] Der Turing-Test- Kann ein Computer als Mensch durchgehen

Vocab level: B2
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Was ist Bewusstsein?
Kann eine Maschine wirklich denken?
Besteht der Verstand nur aus Neuronen im Gehirn oder ist ein unerklärlicher Funke der Kern der Intelligenz?
Für viele sind diese Überlegungen ausschlaggebend für die Zukunft der künstlichen Intelligenz.
Doch der britische Informatiker Alan Turing ignorierte all diese Fragen und stellte eine viel einfachere.
Kann ein Computer sich unterhalten wie ein Mensch?
Diese Frage führte zu der Idee, künstliche Intelligenz zu messen, die als Turing-Test berühmt werden sollte.
In seiner Arbeit Computer und Intelligenz von 1950 schlug Turing das folgende Spiel vor.
Ein menschlicher Juror kommuniziert schriftlich mit unsichtbaren Spielern und bewertet ihre Reaktionen.
Um den Test zu bestehen, muss ein Computer einen der Spieler ersetzen können, ohne die Ergebnisse wesentlich zu verändern.
Mit anderen Worten, Ein Computer gilt also als intelligent, wenn seine Kommunikation sich schwer von der eines Menschen unterscheiden lässt.
Turing sagte voraus, dass im Jahr 2000 Maschinen mit 100 MB Speicher seinen Test ohne Probleme bestehen würden.
Das war vielleicht etwas voreilig.
Die heutigen Computer verfügen zwar über weit mehr Speicher,
aber nur wenige hatten Erfolg und die erfolgreichen Computer konzentrierten sich eher darauf, die Juroren auf schlaue Art zu täuschen, als ihre überwältigende Rechenleistung einzusetzen.
Das erste Programm, das als erfolgreich gelten könnte, hieß ELIZA.
Es wurde allerdings nie wirklich getestet.
Es täuschte mit einem relativ einfachen Programm viele Menschen, indem es einen Psychologen nachahmte, der sie ermutigte, mehr zu sprechen und ihnen ihre eigenen Fragen widerstellte.
Ein weiteres früheres Programm, PERI, verfolgte den umgekehrten Ansatz, indem es einen Paranoid schizophrenen imitierte, der das Gespräch immer wieder auf seine programmierten Manien lenkte.
Sein Erfolg beim Täuschen der Menschen hob eine Schwäche des Tests hervor.
Menschen halten immer wieder viele Dinge für intelligent, die eigentlich nicht intelligent sind.
Trotzdem haben jährliche Wettbewerbe wie der Löbnerpreis den Test formaler gemacht.
Die Juroren wissen vorher, dass einige der Gesprächspartner Maschinen sein werden.
Aber auch wenn sich die Qualität verbessert hat, nutzen viele Chatbot-Programmierer ähnliche Strategien wie Eliza und Perry.
Catherine, die Gewinnerin von 1997, konnte beeindruckend konzentrierte und intelligente Gespräche führen, allerdings vor allem dann, wenn es um Bill Clinton ging.
Der jüngste Gewinner, Eugene Guzman, bekam die Rolle eines 13-jährigen Jungen aus der Ukraine, sodass die Juroren seine fehlende Logik und schlechte Grammatik als sprachliche und kulturelle Barrieren deuteten.
Andere Programme wie Cleverbot nutzen derweil einen anderen Ansatz, indem sie riesige Datenbanken mit echten Gesprächen statistisch auswerten, um die beste Antwort zu ermitteln.
Manche speichern auch frühere Unterhaltungen, um sich mit der Zeit zu verbessern.
Aber während einzelne Antworten von Cleverbots sehr menschlich klingen mögen, sind die uneinheitliche Persönlichkeit und seine Unfähigkeit, mit neuen Themen umzugehen, sehr verräterisch.
Wer hätte zu Turings Zeiten vorhergesehen, dass die heutigen Computer Raumschiffe steuern, komplizierte Operationen durchführen und riesige Gleichungen lösen können, aber immer noch am einfachsten Smalltalk scheitern?
Die menschliche Sprache hat sich als extrem komplex herausgestellt. und nicht einmal das größte Wörterbuch kann sie vollständig erfassen.
Chatbots können durch einfache Pausen wie ähm oder Fragen ohne korrekte Antwort verwirrt werden.
Einfache Alltagssätze wie
Ich habe den Saft aus dem Kühlschrank genommen und ihn ihm gegeben, aber vergessen nach dem Datum zu sehen, verlangen viel Hintergrundwissen und Intuition, um sie richtig zu deuten.
Um eine menschliche Unterhaltung zu simulieren, ist also mehr nötig als zusätzlicher Speicher und Rechenleistung,
Und während wir uns Turings Ziel nähern, müssen wir uns vielleicht doch die großen Fragen nach dem Bewusstsein stellen.