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Krise im Studium

Vocab level: B1
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Ey, sag mal, kennen wir uns nicht?
Bist Du nicht Verena... wir waren doch mal im gleichen Kurs in Medizin?
Ja... stimmt, jetzt fällt es mir ein, du bist Daniel... ja.
Das ist aber echt lange her.
Is' ja eine nette Überraschung, dich hier bei Thomas' Hochzeit wiederzusehen.
Mensch Verena... wie geht's denn so, was macht dein Studium?
Ach Daniel, das ist eine lange Geschichte.
Weißt Du, ich hab gar nicht Medizin weitergemacht,
sondern nach der schrecklichen Klausur im zweiten Semester... Du erinnerst dich vielleicht... die hab ich nicht bestanden,
da ging's mir so was von schlecht, wusste echt nicht mehr weiter.
Weil ich keinen Sinn mehr in diesem Studium gesehen habe, sondern nur noch einen Berg von Lernstoff.
Hm, hm.
Ich bin dann zur Studienberatung gegangen, und die haben mir gesagt,
mach doch neben dem Studium einen Job, etwas ganz anderes.
So bekommt man Abstand und kriegt leichter heraus, was man wirklich will.
Ich fand dann einen Aushilfsjob bei einer Tageszeitung.
Und das hat dann echt gut getan.
Und was hast Du dort gemacht?
Na, vor allem Werbetexte.
Auch wenn's manchmal 20 Stunden in der Woche wurden, der Job hat echt Spaß gemacht,
und vor allem eigenes Geld hatte ich auch jeden Monat auf'm Konto.
Und jetzt, hast Du das nicht mehr?
Doch... ich hab dort weitergejobbt, und Medizin hab ich auch weiterstudiert.
Aber nach einem halben Jahr sagte ich mir,
also... Medizin, nee, damit komme ich einfach nicht zurecht, das mach ich nicht weiter.
Ich hab dann Medizin abgebrochen und mich für Publizistik eingeschrieben und bin jetzt im fünften Semester.
Und jetzt... hast Du keine Angst mehr vor Klausuren und so?
Doch, aber ich verzweifle nicht mehr an dem Lernstoff.
Weißt Du, seitdem ich den Job bei der Zeitung mache, bin ich erwachsener geworden und studiere jetzt mit einem Ziel vor Augen.
Und in den Semesterferien kann ich den Job sogar ganztags machen und mir die eine oder andere Reise selbst finanzieren.
Das ist ja super.
Aber hast du nicht insgesamt zu viel Zeit verloren?
Naja, was sollte ich machen.
Alle in meiner Familie sind Ärzte.
Da habe ich eine Weile gebraucht, um zu verstehen, dass das nichts für mich ist.
Na, Hauptsache du bist jetzt auf dem richtigen Weg.
Komm, lass uns auf die zukünftige Journalistin trinken und dann tanzen!
Gute Idee, ich hab richtig Durst und tanzen war ich schon ewig nicht mehr.