Internet-Scouts
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Können Sie die drei Berufe vielleicht etwas genauer beschreiben? Was macht denn zum Beispiel ein Internet-Scout?
Internet-Scouts suchen weltweit nach Informationen.
Sie recherchieren im Auftrag von Kunden bestimmte Themen und bereiten die Ergebnisse dann so auf, dass sie einfach und schnell prÀsentiert werden können.
Internet-Scouts arbeiten in erster Linie bei Firmen, die sich auf die Beschaffung von Informationen spezialisiert haben,
oder sie sind in Dokumentationszentren, Nachrichtenagenturen oder auch bei Marketingagenturen tÀtig.
Ah, danke. Jetzt kann ich mir schon besser vorstellen, was ein Internet-Scout macht.
Und die anderen beiden Berufe, die Sie erwÀhnt hatten?
Das waren die Wissensmanager und die LocationScouts.
Also, Wissensmanager sorgen innerhalb einer Firma dafĂŒr, dass die Angestellten ihr Wissen kommunizieren, festhalten und austauschen.
Ihre Aufgabe ist es auch, die Mitarbeiter einer Firma - auf allen Ebenen - fĂŒr die Bedeutung des Wissens zu sensibilisieren.
Sie organisieren zum Beispiel Mitarbeitertagungen zum Wissensaustausch oder koordinieren gemeinsame Mittagspausen von Mitarbeitern verschiedener Bereiche,
damit sie sich ĂŒber ihre Arbeit - und somit auch ihre Kompetenzen und ihr Wissen - austauschen.
In gröĂeren Firmen arbeiten mittlerweile oft um die 50 Mitarbeiter mit dieser Jobbezeichnung.
Aha, interessant. Und die Location-Scouts?
Ja, die recherchieren und organisieren RĂ€ume und Orte zum Beispiel fĂŒr Veranstaltungen oder Filmaufnahmen.
Sie suchen und finden Orte nach ganz bestimmten Vorgaben.
Und dann kĂŒmmern sie sich um alles, was dazugehört: Genehmigungen, Anmietung, Absprachen mit Bewohnern und/oder Nachbarn und die Dokumentation der Infrastruktur,
also: Wie kommt man hin?
Gibt es Parkmöglichkeiten, Wasser, Strom usw.?
Und das natĂŒrlich immer im Rahmen eines vorgegebenen Budgets.
Wahnsinn!
Ja, das alles sind Beispiele fĂŒr Berufe, die es erst seit wenigen Jahren gibt - die aber vermutlich zukunftsfĂ€hig sind.
Und zum Teil gibt es fĂŒr diese Berufe in Deutschland noch gar keine Ausbildung, so wie z. B. fĂŒr den Location-Scout.
Kann man also sagen, dass zukunftsfÀhige Berufe alle mit Informationsbeschaffung oder -management zu tun haben?
Nein, das ist nur ein wichtiger und wachsender Bereich.
Auch in Zukunft werden gut ausgebildete Spezialisten gebraucht, natĂŒrlich im IT-Bereich,
aber auch andere FachkrÀfte in den Bereichen Recht, Medizin, Bildung, Technik und, und, und.
Ich meine mit FachkrĂ€ften ĂŒbrigens nicht nur Leute mit UniversitĂ€tsabschluss, sondern gerade auch Experten im Dienstleistungs- oder Gesundheitsbereich.
Ich denke da an Physiotherapeuten, Friseure, Kinderbetreuer, Pflegepersonal usw.
Ja, das ist sehr verstÀndlich und ich denke, im Bereich der klassischen Berufe wissen Studien- oder BerufsanfÀnger auch, wie sie ihren Wunschberuf erlernen können.
Aber wie wird man z. B. Internet-Scout?
Ja, das ist das Interessante an der Entwicklung.
FĂŒr die meisten neuen Jobs der Zukunft gibt es keine geregelte Ausbildung und kein Infoblatt bei der Agentur fĂŒr Arbeit, in dem alle Informationen ĂŒber die Ausbildung zusammengefasst sind.
BerufsanfĂ€nger mĂŒssen sich in einer immer unĂŒbersichtlicher werdenden Berufswelt zurechtfinden.
Dabei ist FlexibilitÀt wichtig und wird positiv bewertet.
Nur so können neue Berufe entstehen.
Und: Die FÀhigkeit, Wissen zu organisieren, zÀhlt zu einer der wichtigsten FÀhigkeiten der Zukunft.
Das sagt auch das Institut der deutschen Wirtschaft.
Herzlichen Dank, Frau Schröder, fĂŒr das GesprĂ€ch.
Liebe Hörerinnen und Hörer, wie immer in unserer Sendung ist Frau Schröder auch noch in der nÀchsten Stunde unser Gast und beantwortet alle Ihre Fragen zum Thema in unserem Live-Chat.
Vielen Dank dafĂŒr, Frau Schröder.
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